Akkupunktur

In unserer Praxis werden Körperakupunktur, Ohrakupunktur und Schädelakupunktur nach Yamamoto durchgeführt.

Seit Anfang 2007 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Akupunkturbehandlung bei Kniegelenksarthrose (Gelenkverschleiß) und Kreuzschmerzen (chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule). 10 bis maximal 15 Sitzungen werden erstattet.

Bei anderen Krankheitsbildern werden die Kosten nur ausnahmsweise übernommen.

Private Versicherungen übernehmen die Kosten einer Akupunkturtherapie bei allen Schmerzerkrankungen.

Bei den Krankheitsbildern, deren Akupunkturbehandlung nicht von den Krankenkassen erstattet wird, beträgt Ihr Kostenbeitrag 30,- € pro Sitzung. Je nach Krankheitsbild sollten mindestens 5-10 Sitzungen eingeplant werden.

Bei Fragen, z.B. ob Akupunktur bei Ihnen in Frage kommt bzw. sinnvoll erscheint, sprechen Sie uns gerne persönlich an.

Zur Information über diese Methode geben wir im Folgenden den Text einer Broschüre der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) wieder, bei der Frau Dr. v.Zezschwitz ihre Akupunkturausbildung gemacht und mit dem Volldiplom abgeschlossen hat. Sie können diese Broschüre auch kostenlos in unserer Praxis erhalten.

Wann wird eine Akupunkturbehandlung empfohlen?

Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit und ist nicht in einzelne Fachrichtungen getrennt, wie unsere westliche Medizin. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen.

Die Akupunktur, eine wichtige chinesische Heilmethode, wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und führenden Akupunkturgesellschaften für viele Krankheitsbilder empfohlen. Eine Auswahl davon haben wir hier für Sie zusammengestellt.

In vielen Fällen ist die "Nadeltherapie" genauso wirksam oder sogar wirksamer als westliche Therapien. Grundsätzlich gilt aber: Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht "reparieren", was bereits zerstört ist.

So kann sie bei einer Gelenkerkrankung (Arthrose) mit Knorpelschädigungen nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringern. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer - der Schmerz lässt nach.

Ein/e gut ausgebildete/r Akupunkturarzt/ärztin wird Sie kompetent darüber aufklären, welche Aussichten auf Heilung oder Linderung eine Akupunkturtherapie bei Ihren Beschwerden hat. Der Behandlungserfolg hängt von der Ausbildung und Erfahrung des Arztes/der Ärztin, aber auch von Ihrer eigenen Mitarbeit ab.

Wo hilft Akupunktur ?

  • Akute und chronische Schmerzen, wie z.B.:
  • Erkrankungen des Bewegungssystems, wie z.B.:
    • Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule,
    • Bandscheibenvorfall,
    • Sehnen- und Gelenkerkrankungen,
    • Tennisellenbogen,
    • chronische Hüftgelenkschmerzen,
    • Kniegelenkschmerzen,
    • Karpaltunnel-Syndrom,
    • Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen,
    • Arthroseschmerzen.

  • Neurologische Krankheiten, wie z.B.:
    • Migräne,
    • Neuralgien,
    • Facialisparese (Gesichtslähmung),
    • Trigeminusneuralgie,
    • Mitbehandlung bei Lähmungen,
    • Schlaganfall und Polyneuropathie,
    • Schmerzen bei Gürtelrose (Zoster),
    • Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen.

  • Erkrankungen der Atemwege, wie z.B.:
  • Vegetative Störungen, wie z.B.:
    • Schlaflosigkeit,
    • Erschöpfungssyndrom,
    • funktionelle Herzbeschwerden,
    • innere Unruhe,
    • Blutdruckschwankungen,
    • sexuelle Disharmonie, Libidostörungen.

  • Suchtkrankheiten, wie z.B.:
  • Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z.B.:
    • funktionelle Magen-Darm-Störungen,
    • Magengeschwüre,
    • Magenschleimhautentzündung (Gastritis),
    • Verstopfung,
    • Reizdarmsyndrom,
    • chronische Dickdarmentzündung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn).

  • Gynäkologische Erkrankungen und Geburtshilfe, wie z.B.:
  • Hals-, Nasen-, Ohren- und Augenkrankheiten, wie z.B.:
    • Sinusitis (Nasennebenhöhlen-Entzündung),
    • Tonsillitis (Mandelentzündung),
    • Geruchs- und Geschmacksstörungen,
    • Hörsturz,
    • Tinnitus,
    • Schwindel,
    • Glaukom,
    • Trockenes-Auge-Syndrom.

  • Hautkrankheiten, wie z.B.:
    • Neurodermitis, Ekzeme,
    • Akne,
    • schlecht heilende Wunden.

  • Allergien, wie z.B.:
  • Postoperative Situationen, wie z.B.:
    • Förderung der Wundheilung,
    • Vorbeugen von Entzündungen,
    • abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung.

  • Sonstige Indikationen, wie z.B.:
    • Begleittherapie bei Tumorerkrankungen, z.B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie,
    • Verbesserung des Allgemeinbefindens nach Operation oder Bestrahlung,
    • Herpes genitalis und labialis.

Wie wirkt Akupunktur?

An bestimmten Punkten des Körpers werden die dünnen Akupunkturnadeln platziert, wo sie etwa 20 bis 30 Minuten verbleiben und ihre heilsame Wirkung entfalten, während sich der Patient auf der Liege entspannt.

Die meisten Patienten empfinden die Akupunktur - nicht selten schon bei der ersten Behandlung - als wohltuend, entspannend und oft verblüffend schnell wirksam.

Westliche Wissenschaftler erforschen die Wirkung der Akupunktur intensiv und konnten in vielen Untersuchungen nachweisen, dass die chinesische Heilmethode bei einer Fülle von Erkrankungen hilft, oft gerade dann, wenn eine herkömmliche Behandlung erfolglos blieb.

Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt. Dank moderner wissenschaftlicher Untersuchungsverfahren konnte die Akupunkturwirkung in den letzten Jahren aber viel besser erklärt werden.

In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass das Nadeln bestimmter Akupunkturpunkte spezielle Wirkungen entfaltet, z.B. Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Verminderung der Schmerzempfindlichkeit oder Förderung der Wehen.

Die heilende Wirkung kommt u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als "Glückshormone" bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin, körpereigene Morphine wie das Endorphin sowie die Enkephaline. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomographie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur (oder der Laserakupunktur) auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen: In jenen Hirnbereichen, die mit den stimulierten Akupunkturpunkten in Verbindung stehen, zeigt sich eine stark erhöhte Aktivität.

Große wissenschaftliche Studien belegen, dass die Akupunktur bei einer Reihe weit verbreiteter Erkrankungen wie Heuschnupfen, Tennisellbogen, Menstruationsbeschwerden, allergischem Asthma oder chronischen Wirbelsäulenleiden den herkömmlichen medizinischen Therapien klar überlegen ist.

Die weltweit größten Untersuchungen, die ART- und GERAC-Studie mit mehr als 250.000 Patienten wurden in Deutschland durchgeführt. Sie ergaben, dass Akupunktur bei chronischen Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen (z.B. infolge einer Arthrose) in drei von vier Fällen zu einer deutlichen und lang anhaltenden Schmerzlinderung führt. Die Studien weisen darauf hin, dass Akupunktur bei diesen Beschwerden genauso gut oder sogar besser wirkt als herkömmliche Therapien (Medikamente, Krankengymnastik oder Massagen).

Die Universitätsklinik Mannheim hat durch Studien belegt, dass Schwangere, die ab der 36. Woche akupunktiert werden, weniger Schmerzen bei der Geburt haben und die Geburt weniger lange dauert.

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